Türkische Nudelsuppe mit Rinderhackfleisch – Was ist drin?

Kommentar von Ernährungs-Expertin Brigitte Bücking

 

Brigitte Bücking hat sich einige Zutaten für die türkische Nudelsuppe mit Hackfleisch genauer angeschaut.

Die türkische Nudelsuppe schmeckt sehr pikant durch die verschiedenen Gewürze und Kräuter. Das wärmt den Körper in der kalten Jahreszeit. Die Suppe ist schnell zubereitet und schmeckt auch aufgewärmt lecker. Für den Vorrat lässt sie sich gut einfrieren.

Rinderhackfleisch

Rinderhackfleisch ist stark zerkleinertes Fleisch.
Deshalb verdirbt es besonders schnell.
Nach dem Einkauf gehört es in den Kühlschrank.
Frisches Hackfleisch von der Fleischtheke muss innerhalb von 24 Stunden verarbeitet werden.
Danach ist es verdorben. Abgepacktes Hackfleisch hält sich länger.
Wie lange, zeigt das Verbrauchsdatum auf der Verpackung.
Rinderhackfleisch enthält viel Eiweiß, Eisen, Zink und verschiedene B-Vitamine.

Margarine

Margarine wurde ursprünglich als Ersatzprodukt für Butter entwickelt.
Sie ist eine Emulsion aus Fett und Wasser.
Margarine wird aus pflanzlichen Fetten hergestellt.
Der Fettgehalt liegt bei 80-90 %.
Weil Margarine Wasser enthält, darf sie nicht so hoch wie Öl erhitzt werden.
Es gibt auch Margarinesorten mit weniger Fett.
Diese enthalten mehr Wasser und eignen sich gar nicht zum Kochen und Backen, sondern nur als Brotaufstrich.
Margarine wird bei der Herstellung die fettlöslichen Vitamine A, D und E zugesetzt.

Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl hat wenig Eigengeschmack.
Deshalb eignet es sich für viele Speisen. Sonnenblumenöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren.
Diese stehen aber in einem ungünstigen Verhältnis zueinander.
Deshalb sind Rapsöl oder Olivenöl wertvoller für unsere Gesundheit.
Diese beiden Öle passen auch zur Suppe.

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel wird auch Cumin genannt.
Das Gewürz schmeckt süßlich-bitter und etwas scharf.
Es wird für viele orientalische Speisen wie zum Beispiel Couscous, Hummus und Falafelbällchen verwendet.
Kreuzkümmel ist auch Bestandteil von Curry und Garam Masala.
Als Heilpflanze fördert Kreuzkümmel den Appetit und die Verdauung.
Außerdem hilft er gegen Völlegefühl und Blähungen.

Chilipfeffer

Chilipfeffer gehört traditionell in die mediterrane Ernährung.
Das scharfe Gewürz ist eine Mischung aus Chili und Pfeffer.
Das Aroma ist fruchtig und anregend.
Chilipfeffer passt zu Gegrilltem, Wok-Gerichten, Schmorgerichten und Dipps.
In der Chilischote ist Capsaicin enthalten.
Dieser Stoff stärkt das Herz-Kreislauf-System und wirkt gegen Entzündungen im Körper.
Chilipfeffer regt außerdem den Stoffwechsel an und wärmt uns in der kalten Jahreszeit.
Zu viel Schärfe kann aber auch den Magen reizen.

Minze

Minze stammt aus der botanischen Familie der Lippenblütler. Es gibt ungefähr 30 verschiedene Arten und verschiedene Kreuzungen. Besonders scharf ist die Pfefferminze. Deshalb wird sie selten zum Kochen genommen. Die grüne Minze dagegen passt gut zu Salaten, Chutneys, Fleisch und Fisch. Die marokkanische Minze eignet sich für Reis, Bulgur und Cocktails. Schokominze schmeckt lecker in Süßspeisen. Pfefferminze ist eine Heilpflanze und kann Magen-Darm-Krankheiten und Erkältungen lindern. Getrocknete Minze sollte mitgekocht werden. Dann kann sich das Aroma besser entfalten.

Griechische Nudeln

Griechische Nudeln heißen im griechischen Kritharaki und im türkischen Sehriye.
Das sind kleine Nudeln in Reisform.
Deshalb werden sie auch Reisnudeln oder Nudelreis genannt.
Sie werden aber nicht aus Reis, sondern aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt.
Griechische Nudeln enthalten viele Kohlenhydrate, etwas Eiweiß, wenig Fett sowie Magnesium, Eisen, Zink und B-Vitamine.

Quellen

Bundeszentrum für Ernährung. Chilipfeffer gut für Herz und Gefäße (2020)
https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/januar/chilipfeffer-gut-fuer-herz-und-gefaesse/ (Zugriff am 14.12.2022)

Bundeszentrum für Ernährung. Kümmel und Kreuzkümmel. (2020)
https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2020/oktober/kuemmel-und-kreuzkuemmel/ (Zugriff am 14.12.2022)

Bundeszentrum für Ernährung. Margarine und Mischfette. (2022)
https://www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/margarine-und-mischfette/ (Zugriff am 14.12.2022)

Bundeszentrum für Ernährung. Mit Hackfleisch richtig umgehen. (2022)
https://www.bzfe.de/lebensmittel/zubereitung/mit-hackfleisch-richtig-umgehen/ (Zugriff am 14.12.2022)

Bundeszentrum für Ernährung Minze und Pfefferminze. (2017)
https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2017/mai/minze-und-pfefferminze/ (Zugriff am 14.12.2022)

Bundeszentrum für Ernährung. Speisefette und -öle. (2022)
https://www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/speisefette-und-oele/ (Zugriff am 14.12.2022)

Heseker/Heseker. Die Nährwerttabelle. Aktualisierte 6. Auflage 2021/2022. Umschau Zeitschriftenverlag, Wiesbaden

zur Autorin

Brigitte Bücking ist Diplom-Pädagogin, zertifizierte Diät- und Ernährungsberaterin (VFED) und Hauswirtschaftsleiterin. Sie arbeitet am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie –
BIPS.

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