Kartoffel-Möhren-Suppe – Was ist drin?

Kommentar von Ernährungs-Expertin Wiebke von Atens-Kahlenberg

 

Wiebke Atens-Kahlenberg hat sich einige Zutaten für die Kartoffel-Möhren-Suppe genauer angeschaut.

Möhren oder Karotten werden auch als Speisemöhren, Mohrrüben, Gelbe Rüben oder einfach nur als Wurzeln bezeichnet.
Typischer-weise sind Möhren orange, es gibt aber auch gelbe, weiße, dunkelrote und violette Sorten.
Der größte Teil der Möhren bei uns im Handel kommt aus heimischer Produktion.
Die Haupt-anbaugebiete sind Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.
Möhren sind häufig das erste Gemüse im Säuglingsbrei, weil sie leicht süßlich schmecken.
Aber auch als saftige Rohkost, als Zutat in Suppen, als Gemüsebeilage und sogar im Kuchen sind Möhren lecker.
Möhren sind kalorienarm, ballaststoff-reich und sie enthalten viele Vitamine und sekundäre Pflanzen-stoffe.
Vor allem liefern Möhren besonders viel Carotin.
Daraus kann der Körper selber Vitamin A herstellen.
Vitamin A ist gut für die Augen.
Da Carotin fett-löslich ist, sollten Möhren immer mit etwas Fett verzehrt werden, damit der Körper es gut aufnehmen kann.

Kartoffeln sind das perfekte Lebensmittel.
Sie schmecken lecker, sind vielseitig in der Küche zu verwenden und sie sind gesund.
Die Kohlenhydrate aus den Kartoffeln werden nach dem Essen langsam im Körper abgebaut.
Darum sättigen Kartoffeln gut und beugen Süßhunger vor.
Außerdem liefern Kartoffeln hochwertiges Eiweiß, Kalium, Vitamin B1, B6, C und Folsäure.
Am gesündesten sind Kartoffeln, wenn sie mit der Schale als Pell-kartoffeln gegart werden.
Doch vor dem Genuss sollte die Schale entfernt werden, auch bei Pell-kartoffeln.
Das ist besonders wichtig, wenn Kinder mitessen.
Kartoffeln enthalten natürliche Giftstoffe, die die Pflanze gegen Schädlinge und Krankheiten schützen.
Diese Glykoalkaloide befinden sich vor allem in und direkt unter der Schale.
In größeren Mengen können Glykoalkaloide Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen.
Auch grüne Kartoffeln oder Kartoffeln mit Keimlingen enthalten viele der natürlichen Giftstoffe und sollten nicht gegessen werden.

Zwiebeln bringen uns beim Schneiden regelmäßig zum Weinen.
Das kommt von den schwefel-haltigen Inhaltsstoffen der Zwiebel.
Genau diese Inhaltsstoffe sollen aber auch heilende Wirkung haben.
Zum Beispiel lässt sich aus Zwiebeln und einigen anderen Zutaten ein wirksamer Hustensaft kochen.
Zwiebeln gibt es verschiedenen Farben und Größen.
Je nach Sorte schmecken sie eher mild-süßlich oder scharf.
In Salaten schmecken rohe Zwiebeln lecker.
Für viele warme Gerichte werden Zwiebeln in etwas Fett angedünstet.
Dadurch verlieren sie ihre Schärfe und geben Speisen ein besonderes Aroma.
Beim Einkaufen sollten Zwiebeln fest, trocken und frei von grünen Trieben sein.
Bei kühler, dunkler und trockener Lagerung sind Zwiebeln sind bis zu einem Jahr haltbar.

Kochsahne sieht aus wie Sahne und schmeckt auch so.
Sie enthält jedoch nur halb so viel Fett, wie normale Sahne und liefert weniger Kalorien.
Kochsahne ist gut zum Verfeinern von Soßen, Suppen, Dips etc. geeignet.
Sie lässt sich jedoch nicht aufschlagen.
Deshalb kann man keine Schlagsahne aus ihr herstellen.
Leider ist Kochsahne häufig teurer als „normale“ Sahne.
Wer das nicht möchte, kann einfach etwas weniger normale Sahne nehmen und bei Bedarf noch etwas Milch zugeben.

Bei Muskat werden die Muskatnuss und die Muskatblüte (Macis) unterschieden.
Beide kommen vom Muskatbaum, der seinen Ursprung in Indonesien hat.
Die Muskatnuss schmeckt kräftig und leicht herb.
Sie passt zum Beispiel gut zu Kartoffelbrei, Knödeln, Rosenkohl, Blumenkohl und Béchamel-Soße.
Am besten wird Muskat als ganze Nuss eingekauft und mit einer feinen Reibe frisch in die Speisen gerieben.
So gibt die Muskatnuss mehr Aroma, als das fertig gemahlene Pulver.
Die Muskatblüte schmeckt etwas milder und hat ein leichtes Zimtaroma.
Cremes und Puddings, Suppen, Soßen oder Fleischpasteten bekommen durch Muskatblüte eine besondere Note.
Auch die Muskatblüte hat als fertig gemahlenes Pulver weniger Aroma.

Curry ist eine Gewürzmischung.
Kurkuma gibt Curry die gelbe Farbe.
Weitere Zutaten können Kreuzkümmel (Cumin), Fenchel, Koriander, Paprika, Pfeffer, Chilis, Ingwer, Kardamom, Muskatblüte (Macis), Bockshornklee, Nelken, Senfkörner und Piment sein.
Je nach Zusammensetzung, kann Curry süßlich-mild bis feurig-scharf schmecken.
Curry passt gut zu Gemüse, Fleisch oder Fisch.

Gut zu wissen: Steht auf der Verpackung „Curryzubereitung“, dann kann die Mischung auch Salz, Stärke oder Traubenzucker enthalten.
Deshalb ist es besser, einfach nur „Curry“ zu kaufen.

Zimt zählt zu den ältesten bekannten Gewürzen der Welt.
Für uns gehört Zimt ganz typisch zu Weihnachtsgebäck und Süßspeisen.
Zu unterscheiden sind die Sorten Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt.
Ceylon-Zimt (Kaneel) ist meist im Reformhaus zu finden und er ist teurer als Cassia-Zimt.
Cassia-Zimt ist dagegen in jedem Supermarkt erhältlich.

Doch so gut Zimt auch schmeckt – für kleine Kinder kann zu viel Zimt gefährlich werden.
Das gilt besonders für den gängigen Cassia-Zimt.
Denn Zimt enthält den natürlichen Duft- und Aromastoff Cumarin.
Größere Mengen an Cumarin können bei empfindlichen Personen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und im schlimmsten Fall zu Leberschäden führen.
Für Gebäck und andere industriell hergestellte Produkte mit Zimt gibt es deshalb einen gesetzlich festgelegten Höchstwert für Cumarin.
Diesen Höchstwert haben Kleinkinder zum Beispiel schon erreicht, wenn sie sechs Zimtsterne naschen.
Für Zimt, der als Gewürz verkauft wird, gibt keinen Grenzwert für Cumarin.
Daher rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), besonders mit Cassia-Zimt sehr sparsam umzugehen.
Kleine Kinder sollen sich zum Beispiel bei Tisch nicht selber mit Zimt-Zucker bedienen dürfen.
Ceylon-Zimt gilt als dagegen als unbedenklich, weil er nur wenig Cumarin enthält.

Quellen

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) (2023). Von Möhren und Karotten.
https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2022/november/von-moehren-und-karotten/ [Zugriff am 27.01.2023]

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (2022). Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse.
https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_24_kartoffeln/index.htm [Zugriff am 27.01.2023]

Landeszentrum für Ernährung an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL) (2023). Kartoffeln– Kann man die Schale mitessen?
https://landeszentrum-bw.de/,Lde/Startseite/wissen/Kartoffeln+-+Kann+man+die+Schale+mitessen_ [Zugriff am 03.02.2023]

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) (2021). Zwiebeln und Schalotten.
file:///C:/Users/WK/Downloads/0334_2507_web.pdf [Zugriff am 27.01.2023]

Stiftung Warentest (2009). Was ist Sahne zum Kochen?
https://www.test.de/Leserfrage-Was-ist-Sahne-zum-Kochen-1765784-0/ [Zugriff am 05.20.2023]

Zutatenlexikon: Muskatnuss.
https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb124_zid-191.html [Zugriff am 05.02.3023]

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) (2023). Gewürze und Kräuter.
https://www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/gewuerze-und-kraeuter/ [Zugriff am 30.01.2023]

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (2016). Cumarin in Zimt und zimthaltigen Lebensmitteln.
https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/inhaltsstoffe/pflanzeninhaltsstoffe/cumarin_zimt.htm [Zugriff am 03.02.2023]

zur Autorin

Wiebke von Atens-Kahlenberg ist Diplom-Oecotrophologin, Ernährungsberaterin
und Diät-Assistentin. Sie arbeitet am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS.

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